Termine - bitte anmelden

Donnerstag, 12. Oktober

18.30 - 20.30 Uhr

Herbartstr. 55, Nürnberg

Tel. 089 - 21 765 202

Referent: Philipp Richter

 

 

Eine kleine kostenfreie Kursreihe - 7 Vortragsabende

Sichere Diagnose und Behandlung von Schmerzpatienten

 

Das Ziel dieser Kursreihe ist das Vermitteln einer schnellen gesicherten Differenzialdiagnose bei Schmerzpatienten.
Neben dem nozizeptiven System spielt das autonome Nervensystem, die Psyche und die Lebensweise eine bedeutende Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Schmerzzuständen. Einen besonderen Stellenwert bei der Diagnostik und der Behandlung spielt das myofasziale System. Die Schmerzrezeptoren, genauso wie die Rezeptoren des autonomen Nervensystems, sind von Faszien eingebettet. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung sind eine sichere Diagnose und das Verstehen der Pathophysiologie.

  

 

Vortragsabend I: 

Kopf-, Schulter- und Nackenschmerzen


Häufig sind Kopf- und Armschmerzen mit HWS-Störungen kombiniert. Manchmal liegt die Ursache aber auch ganz wo anders. Für den Behandlungsplan ist es wichtig herauszufinden wo die Ursache ist. Eine gezielte und strukturierte Anamnese und Befundung erlauben eine schnelle und sichere Diagnose.

Kurze Inhaltsübersicht:

            Anamnese und klinische Untersuchung

            Differenzialdiagnostik

            Behandlungsansätze

1. Kopfschmerzarten:

            Migräne

            Spannungskopfschmerz

            Kopfschmerz als Folge von HNO-Problemen

Cluster-Kopfschmerz

            Zervikogener Kopfschmerz

2. Schwindel:

            Drehschwindel: zentral und Vestibularorgan

            Schwankschwindel: zirkulatorisch

3. HWS-Probleme:

            Facettenbedingt

            Mit Ausstrahlungsschmerz:

                        Neuralgie

                        Pseudoneuralgie

            Triggerpunkte

4. Schulter-Arm-Schmerzen:

            Muskuläre Dysbalancen

            Schultergelenkbedingt: Impingement, Sehnenanriss, kapsulär…

5. Neuralgien:

Medianus

Ulnaris

Radialis

 

 

Vortragsabend II:

Kiefergelenk/Kauapparat


Der Kauapparat ist einer der häufigsten Störfaktoren für die Augen und die Statik sowie ein häufiger Grund für Kopf- und Nackenschmerzen. Bei Kindern und Jugendlichen sind Bissstörungen oft Ursache für Wirbelsäulenfehlstellungen sowie Lernstörungen in Zusammenhang mit ADHS.

Kurze Inhaltsübersicht:

Anamnese und klinische Untersuchung

Differenzialdiagnostik:

- aufsteigende und absteigende Funktionsketten

- Kiefergelenk oder Kaumuskulatur?

- Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz als mögliche Ursachen

Neurologische und funktionelle Zusammenhänge des Kauapparates:

            Mit den Augen

            Mit der HWS

            Mit der Statik

Kiefergelenkbedingte Störungen:

Kopfschmerz

Knirschen (Bruxismus)

HWS-Schmerz

Statische Störungen

Lumbalgien

Ursachen von Kiefergelenkstörungen und ihre Diagnostik:

Statik

Viszerale Störungen

Augen

Diskusprobleme

Zahn-/Bissstörungen

Weichteile: Kaumuskulatur, Gelenkkapsel

Behandlungsansätze

 

 

Vortragsabend III:

Das autonome Nervensystem


Das autonome Nervensystem ist eng mit dem Endokrinum verbunden und ist ein bedeutender Teil des Immunsystems. Beide spielen eine wichtige Rolle bei Schmerzen sowie beim Heilungsprozess. Funktionell jedoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen beiden Anteilen des ANS. Ein Ungleichgewicht beider Systeme hat unweigerlich gesundheitliche Folgen, die von funktionellen Störungen (Schlaf-, Verdauungsstörungen) bis hin zu immunologischen Problemen (Allergien, Autoimmunerkrankungen) reichen.Niedriggradige Entzündungen werden häufig als zugrundeliegende Faktoren für chronische Schmerzzustände, Intoleranzen und Allergien angesehen. Eine anhaltende Sympathikotonie ist dafür mitverantwortlich. Ohne eine Normalisierung des autonomen Nervensystems ist Heilung unmöglich.

 

Kurze Inhaltsübersicht:

Funktionen des Parasympathikus

Funktionen des Sympathikus

Manifestationen von Störungen des Sympathikus

Manifestationen von Störungen des Parasympathikus

Diagnostische Hilfsmittel

Zusammenhang des Neurovegetativums mit dem Endokrinum und dem Immunsystem

Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse und ihre Bedeutung

Behandlungen:

            Vagusregulation

            Sympathikusregulation

Phytopharmaka und andere natürlichen Regulationsmöglichkeiten: Ernährung, Sport, Lebensweise….

 

 

Vortragsabend IV:

Stress


Stress wird meistens mit negativem Befinden assoziiert. Dabei ist Stress per se nicht schlecht. Im Gegenteil; er stimuliert das Immunsystem. Stress wirkt krankmachend, wenn er zu lange anhält und wenn der Mensch sich ihm ausgeliefert fühlt. Das Wahrnehmen eines Reizes als unangenehm führt zu negativem Stress. Manifestationen hiervon sind vegetative Störungen, eine Stimulation der Nebenniere mit erhöhter Kortisolausschüttung, erhöhter Insulinproduktion mit den daraus resultierenden Krankheiten. Häufig sind Schilddrüsenstörungen und Funktionsstörungen der Keimdrüsen Folgen von negativem Stress.

Kurze Inhaltsübersicht:

Gesunder Stress = Eustress

Krankmachender Stress = Distress

Entstehung von Stress

Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse

Folgen von Stress:

            Für das Immunsystem

            Für das hormonelle System

für den Bewegungsapparat

für das Verdauungssystem

Stress und Fettleibigkeit

 

 

Vortragsabend V:

Entzündung und Schmerz


Schmerzen liegt eine Reizung von Nozizeptoren zugrunde. Dies führt zu der Anregung des Immunsystems, wodurch eine Entzündungsreaktion ausgelöst wird. Viele Entzündungsreaktionen laufen jedoch unbewusst ab. Solange absteigende inhibitorische Bahnen die Weiterleitung desnozizeptiven Reizes zum Thalamus verhindern können, wird der Reiz nicht als Schmerz wahrgenommen. Diese unbewussten Entzündungsprozesse werden niedriggradige Entzündungen genannt.Obwohl unbewusst, so stellen sie doch eine Belastung für den Organismus dar.

Kurze Inhaltsübersicht:

Entstehung von Schmerz: Physiopathologie

Was ist eine Entzündung?

Die niedriggradige Entzündung und ihre Folgen für den Organismus.

Schmerzformen:

Akuter versus chronischer Schmerz

Somatischer Schmerz versus viszeraler Schmerz

Neuralgischer Schmerz

Pseudoneuralgischer Schmerz

Schmerz und Psyche

Triggerpunkte

Behandlungsmethoden und ihre Wirkmechanismen:

Hitze oder Kälte?

Massage: tiefe Massage oder sanfte Massage

Manipulation, Mobilisation, Muskelenergietechniken

Phytopharmaka bei Schmerzen

Ernährung:

Niedriggradige Entzündungen vermeiden

Entzündungshemmende Ernährung/Nahrungsmittel

 

 

Vortragsabend VI:

Kinder und Jugendliche: ADHS, Lernstörungen, Wirbelsäulenverkrümmungen


Beinlängendifferenzen, Augen- und Bissstörungen sind bei Kindern und Jugendlichen sehr häufig. Nicht selten hängen sie zusammen. Für die Behandlung ist es von Bedeutung herauszufinden welche Faktoren dominieren, damit eine gezielte Therapie stattfinden kann.

Statische Störungen beeinflussen den Kauapparat und die Augen negativ durch die Verbindung der Vestibulariskerne mit der oberen Halswirbelsäule. Über den gleichen Mechanismus können die Augen und der Kauapparat Ursache für statische Störungen sein und so zur Entstehung von Skoliosen beitragen. Diese Mechanismen sind wissenschaftlich belegt.

 

Kurze Inhaltsübersicht:

Was sind ADS und ADHS?

ADS und ADHS:

- Psychologische Erklärung

- Immunologische Erklärung

- Somatische Erklärung

Einfluss von Ernährung und Lebensweise auf ADHS/ADS

Das Gleichgewichtssystem:

- Rezeptoren fürdie Wahrnehmung

- Muskulatur für die Ausführung

- Nervensystem fürdie Koordination

- Vestibuloocularer Reflex

- Zervikoocularer Reflex

Der Kauapparat als Störfaktor für das vestibulare System

Skoliosen und Kypholordosen aus ganzheitlicher Sicht

Beinlängendifferenzen: Diagnose, Klinik, Folgen

            - funktionell

            - anatomisch

Korrektur von anatomischen Beinlängendifferenzen

Schnellscreening Augen, Kauapparat, Fußrezeptoren

 

 

Vortragsabend VII:

Statische Störungen: „der am häufigsten übersehene Faktor bei chronischen Rückenschmerzen“


Untersuchungen zufolge haben mehr als 70 % der Bevölkerung anatomische Beinlängendifferenzen von mehr als 4 Millimeter. Sie sind der häufigste Grund für therapieresistente chronische Lumbalgien.

 

Kurze Inhaltsübersicht:

Die Gleichgewichtsregulierung

Idiopathische Skoliose oder Beinlängendifferenz als Ursache?

Anatomische Beinlängendifferenz oder funktionelle Beinlängendifferenz?

Differenzialdiagnostische Zeichen

Typische Adaptation des Bewegungsapparates bei Beinlängendifferenzen

- untere Extremitäten

- HWS-Schulterbereich-

- Cranium

- Becken und Wirbelsäule

Typische Schmerzsymptomatik bei Beinlängendifferenz