Myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen gezielt behandeln
„Viele Schmerzen des Bewegungssystems haben Ihren Ursprung in der Muskulatur. Durch Überlastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel häufig Zonen, die unter einer Sauerstoffunterversorgung leiden (Hypoxie). In der Folge können sich in diesem Bereich die Myosin- und Aktinfilamente nicht mehr voneinander lösen (Rigorkomplex).
Diese erkrankten Muskelstellen sind tastbar (Hartspannstränge/ Triggerpunkte). Durch Provokation mittels Druck wird ein Schmerz ausgelöst, der oft in andere Körperregionen übertragen wird (referred pain). Aber nicht nur Schmerzen, auch Funktionsstörungen, Parästhesien, Muskelschwächen ohne primäre Atrophie, Bewegungseinschränkungen, propriozeptive Störungen mit Beeinträchtigung der Koordination und autonome vegetative Reaktionen können durch Triggerpunkte verursacht werden. Die Summe der Symptome, ausgelöst durch einzelne aktive Triggerpunkte, wird als „Myofasziales Schmerz-Syndrom“ bezeichnet. Durch eine gezielte Triggerpunkt-Therapie lässt sich diese Pathologie, auch wenn sie lange Zeit bestanden hat, in der Regel wieder beseitigen.
* * * Über 30 Jahre Erfahrung in der Therapie von Triggerpunkten und Faszien * * *
Ziele:
Sie lernen durch Triggerpunkte und Faszien verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen des neuromuskuloskelettalen Systems erkennen (Clinical Reasoning). Sie wissen um die zugrunde liegenden pathophysiologischen Veränderungen der myofaszialen Strukturen im Bereich der kontraktilen (Myosin- und Aktinfilamente) und nicht-kontraktilen Anteile (Faszien) und können diese mittels manueller Techniken gezielt und adäquat behandeln. Sie verstehen, bekannte Konzepte der funktionellen Bewegungstherapie ins Behandlungskonzept zu integrieren sowie PatientInnen angemessen zu instruieren.
Modulsystem:
Modul 1/1 - Nacken- und Schultermuskeln
Die Schulter ist ein muskelgeführtes Gelenk, gerade hier ist die Triggerpunkttherapie extrem erfolgsversprechend. Aber auch viele Kopfschmerzen sind bekannter Weise myofaszial verursacht, eine gezielte Behandlung der Triggerpunkte kann hier oft Wunder bewirken.
Inhalt
Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Schulterschmerzen - Untersuchung und Behandlung der Nacken-, und Schultermuskeln
Ziele
Die Teilnehmenden lernen myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen des neuromuskuloskelettalen Systems erkennen. Sie wissen um die zugrunde liegenden pathophysiologischen Veränderungen der myofaszialen Strukturen und können diese (im Bereich von Nacken und Schulter) mittels manueller Techniken gezielt und adäquat behandeln. Sie verstehen, bekannte Konzepte der funktionellen Bewegungstherapie ins Behandlungskonzept zu integrieren sowie Patienten angemessen zu instruieren.
Zielgruppe/Voraussetzung
Physiotherapeuten und Ärzte
Modul 1/2 - Rumpf- und Gesäßmuskeln
Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit Nummer 1, nur bei etwa 15% dieser Fälle liegt eine spezifische Ursache zu Grunde. Bei den übrigen Fällen wird die Hauptursache in der Muskulatur gesehen.
Inhalt
Rücken- und Kreuzschmerzen und andere Schmerzen in der Rumpfregion - Untersuchung und Behandlung der Bauch- Rücken und Gesäßmuskulatur
Ziele
Die Teilnehmenden vertiefen ihr Wissen über myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen. Sie lernen gerade in einem komplexen Bereich von Funktionsstörungen, Verspannungen und multiplen Schmerzpunkten gezielt und zielstrebig zu untersuchen und Behandeln - mehr als nur drücken wo’s weh tut.
Zielgruppe/Voraussetzung
Physiotherapeuten und Ärzte, M1/1
Leitung:

Cordula Donhauser
Physiotherapeutin
Triggerpunkt-Therapeutin IMTT
Fachlehrer für Myofasziale
Kurse: IMTT
Kurszeiten:
1.– 2. Tag 09.00 – 18.00 Uhr
3. Tag 09.00 – 15.00 Uhr